Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

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Landeskoordination für Erstorientierungskurse


Staatsministerin Petra Köpping im Gespräch mit Vertretern der Projektpartner

Nach dem Ende des erfolgreichen Modellprojektes „Wegweiserkurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“, werden diese Kurse nunmehr im Rahmen einer Regelförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und des sächsischen Staatsministeriums für Gleichstellung und Integration als „Erstorientierungskurse“ in ganz Sachsen weitergeführt. Neue Projektpartner vor Ort sind dabei die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilsfsdienst und die VHS Dresden im Auftrag von European Homecare.

Der SVV wird dazu gemeinsam mit Arbeit und Leben die „Landeskoordination Erstorientierung“ mit folgenden Schwerpunkten übernehmen:

  •  Aus- und Weiterbildung der DaZ-Dozent/-innen und Kulturmittler/-innen
  • Koordination der Kulturmittlereinsätze
  • Weiterentwicklung des Curriculums
  • trägerübergreifende Öffentlichkeitsarbeit
  • Vernetzung und Austausch der beteiligten Projektpartner
  • Projektcontrolling und Evaluation
  • Koordinierungsaufgaben zwischen den verschiedenen Kursträgern und den Fördermittelgebern

Die Auftaktveranstaltung am 04.09.2017 fand in den Räumen von Arbeit und Leben Sachsen in Leipzig statt. Nach der Eröffnung durch Frau Staatsministerin Petra Köpping folgte ein Gespräch mit Vertretern der am Projekt beteiligten Organisationen zu Gelingensbedingungen und Herausforderungen der Integrationsarbeit. Sehr plastisch und praxisnah begreifbar wurden diese Themen in den anschließenden Berichten von vier Dozent/-innen aus dem Modellprojekt „Wegweiserkurse“. Am Nachmittag stellten sich die Mitarbeiter der Landeskoordination Erstorientierung den Projektpartnern vor und moderierten einen Workshop zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Curriculums, der Bewerbung der Kurse und weiteren Themen.

Die Erstorientierungskurse richten sich an erwachsene Asylsuchende mit unklarer Bleibeperspektive, die (noch) keinen Zugang zu Integrationskursen haben. Hintergrund ist dabei der Gedanke, dass diese Menschen, unabhängig vom weiteren Verlauf ihres Asylverfahrens, eine gewisse Zeit in Deutschland verbringen werden, in der sie sich auf Deutsch verständigen und in ihrem Alltag orientieren müssen.

Um die Kursteilnehmer dazu zu befähigen, werden in den Erstorientierungskursen 15 Stunden Deutschunterricht durchgeführt, in denen grundlegende Redewendungen, wie etwa zum Vorstellen der eigenen Person, geübt werden. In weiteren 15 Stunden wird das alltägliche Zusammenleben in Deutschland thematisiert. Die Besonderheit in Sachsen ist hierbei, dass für diesen Kursteil Dozent/-innen ausgebildet wurden, die selbst einen Migrationshintergrund haben. Diese „Kulturmittler“ können somit den Asylsuchenden in ihrer Muttersprache Wissen vermitteln und deren Erfahrungen nachvollziehen.

Ansprechpartner:
Georg List
georg.list@erstorientierung-sachsen.de
Telefon 0371 35427-53
Telefax 0371 35427-55


Partner

Kontakt

Sächsischer Volkshochschulverband e.V.
Bergstraße 61
D - 09113 Chemnitz

Telefon +49 371 35427 -50
Fax +49 371 35427 -55