Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

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Abschlusstagung „Erwachsenenbildung im ländlichen Raum“ am 16. Mai 2018


Foto: Pauline Bender

Land im Wandel, Bildung im Wandel: Studie zur „Erwachsenenbildung im ländlichen Raum“. Ministerpräsident Michael Kretschmer eröffnet Tagung an der Hochschule Mittweida.

Die ländlichen Räume Sachsens wandeln sich. Erwachsenenbildung trägt mit großem Potenzial dazu bei, diese Räume auch zukünftig lebendig und lebenswert zu erhalten und zu gestalten. Einzelne Personen und Gruppen, aber auch Vereine und Dörfer können sich dabei weiterentwickeln. Lernen fördert individuelle Chancen und zeigt zugleich Möglichkeiten der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes auf. Dafür müssen auch neue Wege bei den Angeboten gegangen werden.

Die Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida hat in Kooperation mit dem Sächsischen Volkshochschulverband e.V. die Entwicklungsmöglichkeiten von Erwachsenenbildung in ländlichen Räumen untersucht. Hintergrund sind gesellschaftliche und demografische Entwicklungen, die die Erwachsenenbildung  vor neue Herausforderungen stellt: Neben der Digitalisierung beeinflussen sozialräumliche Veränderungen zunehmend die Lernkultur und erfordern neue und ergänzende Angebotsformate. 

Studie ganz nah an den Menschen

Die Nachwuchswissenschaftlerinnen Pauline Bender und Friederike Haubold haben unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Beetz im Landkreis Nordsachsen und im Vogtlandkreis zahlreiche Interviews mit Bildungsakteuren und Gruppendiskussionen mit (potenziellen) Nutzern von Bildungsangeboten geführt. Dabei konnten wichtige Bildungsbedarfe herausgearbeitet werden, die bisher nicht im Fokus der Erwachsenenbildungsanbieter stehen. In der Studie wurde ein besonderer Blick auf den Stellenwert von Erwachsenenbildung für regionale Entwicklung und auf die Gestaltung von lokalen Lebensbedingungen gelegt.

Professor Beetz und seine Mitarbeiterinnen gingen mit einem aktivierenden Forschungsansatz  auf die Menschen in ihrem Lebensumfeld des ländlichen Raumes zu und suchten das Gespräch. Die Ergebnisse sind authentische Zeugnisse und Belege für einen Bildungsbedarf und Bildungsbedürfnisse im Freistaat Sachsen.

Dr. Ralph Egler, Vorsitzender des Sächsischen Volkshochschulverbandes, lobt die Studie als einen „Meilenstein“, die für die gesamte Weiterbildungslandschaft in Sachsen „Akzente setzt und uns behilflich sein wird, Bildung als einen gesellschaftlichen und individuellen Entwicklungsfaktor umzusetzen“.

Die Studie „Weiterbildungsbedarf in ländlichen Regionen im Freistaat Sachsen“ wurde über einen Zeitraum von zehn Monaten über die Demografierichtlinie durch die Sächsische Staatskanzlei gefördert.

Ministerpräsident Kretschmer eröffnet Fachtagung zur Erwachsenbildung im ländlichen  Raum 

Am Mittwoch, dem 16. Mai, werden die Ergebnisse der Studie der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Dies geschieht auf einem gemeinsam vom SVV und dem Forschungsteam ausgestalteten inhaltlich sehr vielfältigen Fachtag von 9.45 bis 16.15 Uhr im Zentrum für Medien und Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida. Zur Eröffnung des Fachtages werden der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer, der Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil sowie der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Uwe Gaul reden. Sie unterstreichen so die Bedeutung der Ergebnisse der Studie für die Bildungslandschaft im ländlichen Raum in Sachsen und den Wert sozialwissenschaftlicher Forschung, wie sie sich in den vergangenen Jahren an der Hochschule Mittweida profiliert hat.

Innerhalb der Tagung findet im Anschluss an die Präsentation der Studie eine Podiumsdiskussion „Ländlicher Raum im Umbruch!“ statt. Unter der Moderation von Prof. Dr. Ulrich Klemm (Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverbandes) sind im Gespräch:

·         Dr. Monika Michael (Präsidentin des Sächsischer Landfrauenverbandes),

·         Anne Pallas (Geschäftsführerin des Landesverbandes für Soziokultur Sachsen),

·         Prof. Dr. Stephan Beetz (Hochschule Mittweida) sowie

·         Dr. Ralph Egler (Vorsitzender des Sächsischen Volkshochschulverbandes)

Weitere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie im anhängenden Dokument sowie unter und www.vhs-sachsen.de.

Zeit und Ort: Mittwoch, 16. Mai 2018, 9:45 Uhr bis ca. 16.15 Uhr, Zentrum für Medien und Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida, Bahnhofstraße 15.

 

Hintergrund

Die Volkshochschulen  verfügen in Sachsen über  47 Standorte und sind die einzigen Bildungsanbieter, die flächendeckend mit einer hauptamtlichen Struktur ein umfassendes und für alle Bevölkerungsgruppen offenes Bildungsangebot regelmäßig anbieten. Mit landesweit 4.500 freiberuflichen Kursleiterinnen und Kursleitern, die für die Volkshochschulen im Einsatz sind, verfügen sie über eine breite Expertise, um lebensnah auf Bedarfe und Bedürfnisse eingehen zu können. Vor dem Hintergrund dieser Struktur bieten die Untersuchungsergebnisse wertvolle Hinweise für eine Weiterentwicklung ländlicher Erwachsenenbildung und damit zur Entwicklung ländlicher Räume in Sachsen. 

www.vhs-sachsen.de

 

Die Hochschule Mittweida ist mit rund 7.000 Studierenden (WiSe 2017/18) die größte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Sachsen. Die Fakultät Soziale Arbeit ist eine ihrer fünf Fakultäten. An ihr sind derzeit rund 540 Studierende immatrikuliert, zum überwiegenden Teil in Vollzeit und berufsbegleitend in den Bachelor- und Masterstudiengängen Soziale Arbeit. Daneben werden Zertifikatsstudiengänge angeboten und es besteht die Möglichkeit einer postgradualen Therapieausbildung.

Die Forschungsprojekte an der Fakultät Soziale sind so vielfältig wie das Tätigkeitsspektrum in der Sozialen Arbeit: Aktuelle Schwerpunkte der Forschung sind die Sozialberichterstattung/Sozialplanung, die Entwicklung von Handlungsstrategien und -perspektiven von Flüchtlingen in Sachsen sowie die Personalentwicklung in der Sozialwirtschaft.

www.sw.hs-mittweida.de

 

Presseanfragen richten Sie bitte an:

Prof. Dr. Ulrich Klemm Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverbandes e.V. Telefon: 0371 35427-50 E-Mail: klemm@vhs-sachsen.de


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Telefon +49 371 35427 -50
Fax +49 371 35427 -55