Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Die Volkshochschulen in Sachsen

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Volkshochschulen fordern Offensive für Grundbildung (Kopie 1)


Pressemitteilung zum Weltalphabetisierungstag am 08.09.2018

Chemnitz. „Alphabetisierung und Grundbildung brauchen dringend eine höhere politische Priorität“. Mit diesen Worten bekräftigt Prof. Dr. Ulrich Klemm, Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverbandes die Forderung der Volkshochschulen nach besserer staatlicher Regelförderung. Seit 2011 ist bekannt, dass rund 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland nicht ausreichend lesen und schreiben können. „Ohne eine Grundbildungsoffensive mit kraftvoller Beteiligung der Länder lässt sich das erschreckende Ausmaß an funktionalem Analphabetismus in Deutschland nicht abbauen“, sagt Prof. Dr. Ulrich Klemm.

Aus Sicht der Volkshochschulen sind die Länder gefordert, die 2016 eröffnete Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung stärker zu unterstützen. Nach Einschätzung des Sächsischen Volkshochschulverbandes sind in Sachsen deutlich mehr Landesmittel nötig, um die Lernangebote bedarfsgerecht auszubauen und mehr Menschen mit Grundbildungsbedarf für die Teilnahme zu gewinnen. Vor allem in ländlichen Räumen gibt es einen großen Koordinierungsbedarf.

Um Alphabetisierung und Grundbildung in Umfang und Qualität systematisch auszuweiten, bedarf es nach Auffassung der Volkshochschulen auch einer entsprechenden Ausbildung von Lehrkräften. Das Land, so die Forderung, solle Lehrkräfte in der Weiterbildung systematisch für den Unterricht in der Alphabetisierung qualifizieren. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat der Deutsche Volkshochschul-Verband dafür die Basisqualifizierung „Pro Grundbildung“ entwickelt. 

Zwischen 2011 und 2017 haben die Volkshochschulen bundesweit rund 360.000 Teilnahmen an Kursen in Alphabetisierung und Elementarbildung sowie Rechnen/Mathematik verzeichnet. In Sachsen sind es knapp 3000 Teilnehmende jährlich. Bundesweit wurden 2017 in der Alphabetisierung und Elementarbildung rund 40.000 Kursbelegungen verzeichnet. 2011 betrug die Zahl etwa 29.000. 

Grundbildung sollte analog zum Nachholen von Schulabschlüssen, zu einem anerkannten Teil des zweiten Bildungsweges werden. So, wie beispielsweise beim Nachholen des Abiturs, ein Schüler-Bafög beantragt werden kann, müsste dies auch für das Nachholen des Grundbildungsabschlusses möglich sein.

Unter dem Stichwort „Weiterbildungspfade“ hat die EU-Kommission ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert, die Grundkompetenzen von Erwachsenen zu

verbessern, um potenzieller Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Ausgrenzung zu begegnen. Die Volkshochschulen treten seit den 1980er Jahren für ein weitgefasstes Verständnis von Grundbildung ein, das neben Lesen und Schreiben auch Rechnen und Kenntnisse in finanziellen Alltagsfragen umfasst sowie EDV-Grundlagen, gesundheitliche und politische Grundbildung.

Weitere Informationen auf www.dvv-vhs.de/weltalphatag2018

 

Presseanfragen richten Sie bitte an:

Prof. Dr. Ulrich Klemm, Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverbandes e.V.
Telefon: 0371 35427-50
E-Mail: klemm@vhs-sachsen.de


Kontakt

Sächsischer Volkshochschulverband e.V.
Bergstraße 61
D - 09113 Chemnitz
Telefon +49 371 35427 -50
Fax +49 371 35427 -55

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch
Steuermittel auf der Grundlage des von den
Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.