Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Die Volkshochschulen in Sachsen

Kultur benötigt Sprache(n)


Dresden/Chemnitz. Am vergangenen Samstag trafen sich zum 13. Sächsischen VHS-Sprachentag 170 Sprachkursleiterinnen und Kursleiter um die Herausforderungen des Sprachenlernens in einer Einwanderungsgesellschaft zu erörtern. Der ehemalige Sächsische Wirtschaftsminister und Ausländerbeauftragter, Martin Gillo, gab mit seinem Eröffnungsvortrag die Richtung der Tagung vor: „Sprachkompetenz als Schlüssel zur Welt“. Und der Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverbandes, Ulrich Klemm, betonte, dass Volkshochschulen noch stärker angesichts der sichtbaren kulturellen Barbarei durch rassistische Hetzparolen zu demokratischen Orten der Integration werden müssen.

Einig waren sich alle Tagungsteilnehmerinnen und Teilnehmer, dass der Bereich von Deutsch als Fremdsprache in Sachsen deutlich ausgebaut werden muss, um eine kulturelle und berufliche Integration von Flüchtlingen kurz- und mittelfristig zu garantieren. Die Integration von Flüchtlingen kann nur gelingen, wenn die Sprache des Gastlandes früh erlernt wird. Es gilt: „Auf den Anfang kommt es an!“

Kritisch wurde aber auch angemerkt, dass die Honorierung dieser Integrationsarbeit über Sprachvermittlung in vielen Fällen prekäre Züge trägt und die Wertschätzung oftmals über eine Rhetorik nicht hinaus kommt. Hier ist die Politik auf Landes- und Bundesebene gefordert, klare Kante zu zeigen und die sprachliche Integration als ein Schwerpunkt ihrer Migrationspolitik zu verstehen.


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