Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Die Volkshochschulen in Sachsen

kontrovers vor Ort

Kontrovers vor Ort - Aktuelle Online-Veranstaltungen

Kontrovers vor Ort ist der Titel einer Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und den Volkshochschulen in Sachsen.

Für die Teilnahme an den Online-Veranstaltungen benötigen Sie ein internetfähiges Gerät (PC, Laptop, Tablet...) mit Lautsprechern oder Kopfhörern. Nicht unbedingt nötig sind Kamera und Mikrofon. Zum Fragen stellen gibt es den Chat im Konfernztool. Eine Liste mit den technischen Voraussetzungen gibt es hier.

Isoliert im Reich - Reichsbürgerbewegung in Sachsen

Di. 30.06.2020, 19 Uhr

Referent: Sebastian Trept

Moderation: Alexander Thamm

Reichsbürger lehnen die Existenz der Bundesrepublik und deren Rechtssystem ab. Seit November 2016 ist die Reichsbürgerbewegung darum Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes. Im Rahmen der KVO-Veranstaltung „Isoliert im Reich“ liefert der Dresdner Politikwissenschaftler Sebastian Trept einen Blick hinter die Kulissen einer Szene, deren Mitglieder den deutschen Staat und dessen Regeln nicht anerkennen und stattdessen eigene Staaten ausrufen.

Sebastian Trept präsentiert einen Überblick über die vorhandenen Informationen und unternimmt den Versuch, ein genaueres Bild der Reichsbürgerbewegung in Sachsen und Deutschland zu zeichnen. Fallbeschreibungen, Mitgliederzahlen und Einsatzberichte lassen den Eindruck einer heterogenen Bewegung entstehen, die einerseits besonders intensiv den Kontakt zu Verwaltungsmitarbeitern sucht und sich andererseits bewusst einer genauen Betrachtung entzieht. Neben der reinen personellen Entwicklung der Szene konzentriert sich Sebastian Trept vor allem auf deren historische und ideologische Entwicklung. Er geht den Fragen nach, was Reichsbürger kennzeichnet und woher die Bewegung stammt. Gemeinsam mit seinem Publikum will Sebastian Trept Instrumente und Argumentationen von Reichsbürgern entschlüsseln und Hilfestellungen entwickeln im Umgang mit Mitgliedern der Szene.

Sebastian Trept ist 1986 in Dresden geboren und hat Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Trier und der Technischen Universität Dresden studiert. Zwischen 2014 und 2018 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Politische Systeme und Systemvergleich, an der TU Dresden. Seit 2009 engagiert sich Sebastian Trept im Bereich der politischen Erwachsenenbildung und ist regelmäßig tätig als Referent für die Landeszentrale für Politische Bildung, das Kommunale Studieninstitut Dresden, das Sächsische Bildungswerk und die Verwaltungsfachhochschule Meißen.

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Chemical Cotton Kills

Di. 07.07.2020, 19 Uhr

Referent: Dr. André Matthes

Moderation: Alexander Thamm

Sie sind eingeladen, eine Reise in die Herstellerländer unserer Textilien anzutreten und im Anschluss kritisch unser eigenes Konsumverhalten zu diskutieren. Dr. André Matthes, Bereichsleiter Naturtextilien und Nachhaltigkeit der Professur Textile Technologien der TU Chemnitz, eröffnet einen Blick in die globalisierte textile Kette. Anschaulich werden der Weg unserer Bekleidung vom Baumwollfeld bis in die Shopping Malls dargestellt und die wahren Kosten eines T-Shirts kritisch betrachtet.

Als Hilfestellung für das eigene Handeln gibt Dr. Matthes einen Überblick zu den am Markt existierenden Labels und stellt verschiedene nachhaltig agierende Brands vor. Oft sind es einfache Ansatzpunkte mit denen jeder Einzelne in seinem Umfeld einen Beitrag dazu leisten kann unsere Umwelt zu schonen und den immensen Ressourcenverbrauch der Textilbranche zu verringern.

Das Format bietet einen aktiven Austausch mit allen Beteiligten. Gemeinsam sollen Visionen zu einem gesunden, nachhaltigen und bewussten Umgang mit Ressourcen diskutiert werden.

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Irans Zukunft ist weiblich – „Die heimliche Freiheit: Eine Reise zu Irans starken Frauen“ von Ulrike Keding

Di. 14.07.2020, 19 Uhr

Packende Reportage aus dem Nahost-Schlüsselstaat – Autorenveranstaltung mit Bildern aus dem Iran mit Ulrike Kedings

Moderation: Doreen Reinhard

Ulrike Kedings Buch ist ein Plädoyer für die Fremdenfreundlichkeit. Mit großer Offenheit wurde die Autorin bei ihrer Reise durch den Iran von Iranerinnen und deren Familien willkommen geheißen. Sie wohnte bei erfolgreichen Großstädterinnen, bei Kurdinnen, Nomadinnen und bei einem Wüstenclan. Die Autorin machte sich auf die Suche nach einem Iran abseits der männlich geprägten Staatsdoktrin. Sie räumt auf mit dem gängigen Klischee der Muslima mit Kopftuch am Kochtopf. Im Gegenteil: Die Frauen, die Ulrike Keding in ihr Vertrauen ziehen, sind selbstbewusst, modern und westlich orientiert. Sie sind die Rebellinnen im islamischen Staat. Der faszinierte und faszinierende Blick der Autorin in eine den meisten Menschen verborgene Welt macht deutlich, dass der Westen den Iran und seine Menschen nicht aufgeben darf. 

Ulrike Keding, geb. 1963, ist ausgebildete Rundfunk- und Fernsehredakteurin des Auslandssenders Deutsche Welle. Sie war Reporterin bei Deutsche Welle TV, RBB, WDR und ZDF. Sie arbeitet als freie Journalistin in den Printmedien. Für ihre Reportagen hat sie häufiger den Iran bereist.

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Kontakt

Sächsischer Volkshochschulverband e.V.
Bergstraße 61
D - 09113 Chemnitz
Telefon +49 371 35427 -50
Fax +49 371 35427 -55

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch
Steuermittel auf der Grundlage des von den
Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.