Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

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Ländlicher Raum

Erwachsenenbildung im ländlichen Raum

Eine qualitative Studie zu Möglichkeiten der Revitalisierung des ländlichen Raumes mithilfe neuer Formate in der Erwachsenenbildung

 

Ländliche Räume stehen vor wesentlichen Herausforderungen, denn sie verändern sich in wirtschaftlicher, sozialer, demographischer und politischer Hinsicht. Nicht zuletzt die Ergebnisse der Bundestagswahlen 2017 lassen vermuten, dass sich Menschen insbesondere in ländlichen Regionen Sachsens eine stärkere Beteiligung, mehr Beachtung und Veränderungen auf verschiedenen Ebenen wünschen. All dies verlangt neue Lösungen bei der Entwicklung des Landes, z.B. in den Angeboten zur Bildung und Mobilität. Auch wenn nicht von allen bemerkt - Erwachsenenbildung birgt hierbei ein hohes Potential: Einzelne Personen und Gruppen, aber auch ganze Vereine und Dörfer können sich dabei weiterentwickeln. Lernen fördert individuelle Chancen und zeigt zugleich Möglichkeiten der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes auf. Nur durch Lernen sind die Umbrüche in den ländlichen Räumen zu meistern.

Welche Themen die in ländlichen Regionen lebenden Menschen bewegen und welche Rahmenbedingungen und Formate es braucht, damit Erwachsenenbildung an diese anknüpfen kann, beschäftigt seit dem 1. August 2017 ein Forschungsteam an der Hochschule Mittweida in Kooperation mit dem Sächsischen Volkshochschulverband. Wie muss sich die aktuelle Situation der ländlichen Erwachsenenbildung verändern, damit sie zukünftig Impulse für Entwicklungs- und Veränderungsprozesse geben kann, bei denen sich die vor Ort lebenden Menschen mitgenommen fühlen? Sie kann nicht ebenso organisiert sein wie die Bildungsangebote in der Stadt und sie muss die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse des ländlichen Raumes im Blick haben.

Exemplarisch findet die Untersuchung in den Landkreisen Nordsachsen und Vogtlandkreis statt. Um Antworten auf die Forschungsfragen zu erhalten, werden zum einen Interviews mit Expert/-innen für Erwachsenenbildung geführt. Zum anderen - und dies ist den Forschenden besonders wichtig - sollen jedoch insbesondere auch die in ländlichen Regionen lebenden Menschen innerhalb von Gruppendiskussionen selbst zu Wort kommen.

Das Projekt wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes und läuft bis Ende Mai 2018.

Ansprechpartner

Hochschule Mittweida:

Prof. Dr. Stephan Beetz (beetz@hs-mittweida.de)
Pauline Bender (bender@hs-mittweida.de)
Friederike Haubold (haubold@hs-mittweida.de)

 

Sächsischer Volkshochschulverband:

Prof. Dr. Ulrich Klemm (klemm@vhs-sachsen.de)

Partner

Kontakt

Sächsischer Volkshochschulverband e.V.
Bergstraße 61
D - 09113 Chemnitz

Telefon +49 371 35427 -50
Fax +49 371 35427 -55